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Implantation

Der natürliche Zahn besteht aus einer Zahnkrone und einer Zahnwurzel. Bei herkömmlichem Zahnersatz wurden bisher nur die sichtbaren Teile des Zahnes, die Zahnkronen, ersetzt. Die vorhandenen Zähne mussten dazu abgeschliffen werden. Sind nicht mehr genug Zähne vorhanden, so war die herausnehmbare Prothese, häufig mit unbefriedigendem Halt und reduzierter Kauleistung, die einzige Möglichkeit, die fehlenden Zähne zu ersetzen.

Die Implantologie hingegen will die ursprüngliche, natürliche Situation im Mund möglichst wieder herstellen. Das heißt nicht nur die Zahnkronen, sondern auch die Zahnwurzeln werden ersetzt. Dabei übernehmen Implantate die feste Verankerung und die biologische Funktion der natürlichen Zahnwurzeln.

Mit Implantaten ist eine ganzheitliche Therapie möglich. Sowohl die Funktion als auch die Ästhetik können wieder hergestellt werden. Der Knochenabbau in den zahnlosen Kieferabschnitten wird aufgehalten.

Implantate geben das Gefühl, wieder eigene festsitzende Zähne zu haben.

Sind Implantate Fremdkörper in meinem Kiefer?

In der Implantatforschung und bei der Herstellung werden strengste Anforderungen an Qualität und Verträglichkeit der Materialien gestellt. So sind alle gängigen Implantatsysteme aus biologisch verträglichen Materialien hergestellt. Es handelt sich dabei fast ausschließlich um Titan.

Abwehrreaktionen gegen Titan sind nicht bekannt, obwohl jährlich viele tausend Implantate eingepflanzt werden.

Wie läuft so eine Behandlung ab?

Der erste Schritt:
Die Behandlung erfolgt im wesentlichen in drei Schritten: Der erste Schritt ist das Behandlungsgespräch und die ausführliche Untersuchung, Analyse der individuellen Situation, Diagnostik, Planung und Festlegung der Implantatlage sowie Planung der späteren Versorgung mit Zahnersatz. Hierfür sind meist zwei Behandlungstermine erforderlich. Dabei werden alle Fragen beantwortet und Sie werden über Behandlungsalternativen, sowie Zeit- und Geldaufwand informiert.

Der zweite Schritt:
Sie haben sich für die Behandlung entschieden. Jetzt erfolgt das eigentliche Einsetzen der künstlichen Zahnwurzeln. In der Regel geschieht das in ambulanter Behandlung – unter örtlicher Betäubung. Das Implantat wird im Kiefer eingepflanzt, das Zahnfleisch wird darüber verschlossen. Es folgt nun eine mehrmonatige Einheilphase, in der Sie einen provisorischen Zahnersatz tragen. Die Einheilphase beträgt im Oberkiefer sechs Monate und im Unterkiefer wenigstens drei Monate. In dieser Zeit sind Sie nie ohne Zähne.

Der dritte Schritt:
Nachdem die Implantate eingeheilt sind, werden darauf Ihre neuen Zähne angefertigt und befestigt.

Wie lange halten meine Implantate?

Die moderne Implantologie verfügt über Langzeitstudien, die zeigen, dass Patienten länger als 25 Jahre mit Ihren Implantaten gut kauen können. Längere gesicherte Studien gibt es noch nicht, weil die modernen Implantatsysteme noch nicht älter sind.

Dabei hängt der Langzeiterfolg wesentlich von vier Faktoren ab:
• Der richtigen Indikation
• Der richtigen Operationstechnik
• Der richtigen Versorgung der Zähne
• Vor allem einer sehr guten Mundhygiene

Genau wie Ihre „Echten“ brauchen die Implantate und künstlichen Zähne umfassende Pflege, um ein Leben lang schön und gesund zu sein.
Durch Ihre persönliche Mundhygiene sorgen Sie für den Langzeiterfolg.
Vor allem Zahnbelag kann Ihre Implantate gefährden.

Doch auch hier heißt es „gewusst wie“. (siehe Prophylaxe)

Fallbeispiel: Eine implantologische Herausforderung
Interdisziplinäres Vorgehen bei Aplasie der lateralen Oberkiefer-Inzisivi

 
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